Karosserie- und Fahrzeugbauer-Innung Osnabrück-Emsland

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Mit großer Zuversicht nach Barcelona und zum Hockenheim Ring

Karosserie- und Fahrzeugbauer-Innung besuchte das Ignition Racing Team electric (IRTe) der Hochschule Osnabrück

Osnabrück (-ht-). Selbst der Laie erkennt auf den ersten Blick, dass die vier Räder schon sehr hohen Temperaturen ausgesetzt waren. Die Slicks gehören zu dem neuesten Elektro-Rennwagen „IR 15 – eXess“ des vor neun Jahren gegründeten IRTe-Teams der Hochschule Osnabrück, das auch diesen neuen Boliden wieder bei der internationalen Formula Student Electric im August 2015 auf dem Hockenheim Ring und in Barcelona an den Start bringen wird. Der Vorgänger-High-Tech-Flitzer war 2014 zum energieeffizientesten Renner gekürt worden und belegte im Gesamtranking einen hervorragenden 6. Platz in der FSE. Durch eine Unternehmerrunde Handwerk zum Thema Hochschulkooperationen im nagelneuen SL-Hörsaal-Gebäude an der Barbarastraße und durch einige Publikationen war die Karosserie- und Fahrzeugbauer-Innung Osnabrück-Emsland auf das Ignition Racing Team electric aufmerksam geworden, und so wurde im Rahmen der Jahreshauptversammlung der Innung ein Besuchstermin in der IRTe-Werkstatt arrangiert.

„Die Formula Student Electric ist so etwas wie die Formel 1 unter den Hochschulen“, sagte IRTe-Leiter Torben Brockhage bei der Einführung der interessierten Innungsmitglieder in diese ganz besondere Welt, der stets rund 50 aktive Studentinnen und Studenten mit viel Leidenschaft und großem Fachwissen Leben einhauchen. Nicht selten werden zwischen 30 bis 50 Wochenstunden abgeleistet, sodass ein bis zwei drangehängte Studiensemester, auch von den betreuenden Professoren, durchaus in Kauf genommen werden, denn schließlich geht es um Forschung, Innovation und Leistung nahe am Optimum und nicht zuletzt auch um Prestige und Imagegewinn. Aber immerhin gibt es für die ehrenamtlich geleistete Arbeit auch so genannte Credit Points im belegten Studiengang.

Obwohl auch sehr viel theoretisches Wissen bis ins letzte Detail gefragt ist, sind die Teammitglieder, wie beispielsweise die Ressortleiterin Management Lisa Berkemeier und der Ressortleiter Elektro Philipp Bergmann, alles andere als Sonderlinge oder Fachidioten, die man langläufig als Nerd bezeichnet. Locker, entspannt und sehr allgemein verständlich beschreiben sie die Bauweise des ultraleichten, aber auch stabilen und sehr sicheren Monocoques aus Carbon. Der absolute Clou beim neuen Prototypen „IR 15“ ist allerdings die intelligente, computergesteuerte Allradlenkung, die unabhängig vom lenkenden Fahrer in Aktion tritt und sich individuell auf die äußeren Bedingungen einstellt. Darum ist IRTe auch sehr optimistisch, in Hockenheim und Barcelona wieder sehr weit vorn zu landen. Entscheidend ist für das Abschneiden in Wettbewerben die Gesamtperformance wie Konstruktion, Schnelligkeit, Energieeffizienz und Finanzplanung des Konzepts. A pros pos Finanzen: Ohne Sponsoren wären die Projekte nicht realisierbar. Dank der Überzeugungskraft der Teammitglieder gelingt es aber immer wieder, neben der Hochschule auch andere Förderer aus der Wirtschaft zu gewinnen, darunter übrigens auch der Osnabrück Elektromaschinenbauer Wölfer. Drücken wir IRTe also im August ganz fest beide Daumen…

Viele spannende Informationen über den neuen Elektro-Rennwagen erhielten Mitglieder der Karosserie- und Fahrzeugbauer-Innung Osnabrück-Emsland in der IRTe-Werkstatt. Das Foto zeigt u.a. Obermeister Thomas Schulte to Bühne (Mitte im rosafarbenen Hemd) sowie rechts neben ihm Teamleiter Torben Brockhage und die Ressortleiterin Management Lisa Berkemeier. Zweiter von links: Ressortleiter Elektro Philipp Bergmann.

Foto: Ilona Beuttenmüller

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