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Hier sehen Sie die Berichterstattung der NOZ vom 18.10.2014

„Pilzköpfe“ und große Hunde Bramscher Polizei gibt Tipps gegen Einbrecher

Bramsche. Wer bei Pilzköpfen zuerst an die „Beatles“ denkt, ist sicherheitstechnisch nicht auf dem neuesten Sand. Auf dem Kirchplatz erläuterte Tischlermeister René Holtze am Freitag zahlreichen Besuchern, warum die Pilzkopf-Verriegelung der Schrecken aller Einbrecher ist.

Am Modell erläutert Holtze, wie der einbruchshemmende Fensterbeschlag funktioniert, bei der ein pilzförmiger Zapfen in einen stabilen Rahmen mit Schließteil einrastet. Das halte einem Druck bis zu einer Tonne stand. Alternativ könne ein Fenster auch mit einer Schraube und einem Kunststoffbeschlag gesichert werden. „Das schließt vielleicht und zieht nicht, aber ein Einbruchsschutz ist das nicht“, sagt der Fachmann, der am Stand der Polizei genauso bereitwillig Auskunft gibt wie Ralf Bergander. Bei so einem Fenster alter Bauart „bin ich in 30 Sekunden drin“, erzählt der Kommissar, der das auf einer Fortbildung selbst ausprobiert hat.

Das spielt dem Einbrecher in die Hände, der bestrebt ist, den unmittelbaren Moment des Einsteigens, in dem die Entdeckungsgefahr am größten ist, so kurz wie möglich zu halten. Alles, was hilft, diesen Zeitraum um ein paar Minuten zu verlängern, ist praktischer Einbruchsschutz, lautet die Kernbotschaft der Polizei. Das könne auch mit ganz einfachen Hilfsmitteln gehen. Manchmal genüge ein Kantholz, um die Schiebetür zur Terrasse besser zu sichern. Ohnehin rät der Kommissar, beim Einbruchsschutz nicht zu viel Augenmerk auf die Haupteingangstür zu legen. „Auf die hat jeder Hauseigentümer ein besonderes Auge, außerdem ist der Einbrecher dort in der Regel von anderen auch gut zu beobachten“, sagt Bergander.

Viel lieber seien dem Einbrecher da Hintertüren oder Kellereingänge, am besten solche, die über einen Niedergang zu erreichen sind. „Da verschwindet der Täter ja fast aus dem Sichtfeld“, erläutert der Polizist. Deshalb sei es wichtig, diese Eingänge besonders zu schützen, etwa durch einen zusätzlichen Riegel. Auch die Gitter vor Fensterstürzen zum Keller sollten mit einer Kette gesichert werden, empfiehlt der Fachmann. Kellerfenster könnten meist durch einen Tritt komplett aus der Verankerung gerissen werden.

Die meisten Einbrecher scheuten im Übrigen das Risiko, durch eine zerschlagene Scheibe einzusteigen: Die Gefahr, sich zu verletzen und dabei DNA-Spuren zu hinterlassen, sei zu groß. Einbruchsschutz gibt es aber auch auf vier Beinen: Ein Hund, möglichst etwas größer und mit einem imposanten Gebell, sei bei Einbrechern genauso unbeliebt wie der Pilzkopf.