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Mietpreisbremse und höhere Abschreibungen reichen nicht aus

KH Osnabrück und Baugewerbe: Gegen steigende Mieten hilft nur Bauen!

Osnabrück (-ht-). Angesichts der stark angestiegenen Wohnungsmieten und des wachsenden Drucks auf die Politik, schnell und auch bezahlbar neuen Wohnraum für Flüchtlinge schaffen zu müssen, bezieht die Kreishandwerkerschaft Osnabrück (KH) Stellung: Vorstand und Geschäftsführung der Arbeitgeberorganisation verweisen dabei auf eine entsprechende Pressemitteilung des Zentralverbandes des Deutschen Baugewerbes (ZDB): „Gegen steigende Mieten hilft keine Mietpreisbremse wie im jüngsten Wohngeld- und Mietenbericht der Bundesregierung gefordert, sondern nur der Bau neuer Wohnungen vor allem in Ballungszentren“, sagt stellvertretender Kreishandwerksmeister Ernst Neve, Obermeister der Bau-Innung Bersenbrück.

Wenn sich hier etwas ändern solle, reichten eine Deckelung der Mieten und eine deutliche Erhöhung der Abschreibungsregelungen für Abnutzung (AfA) allein nicht aus. Die Kommunen müssten zusätzlich bereit sein, Bauland günstiger als bisher zur Verfügung zu stellen, und die Länder sollten darüber nachdenken, ob die Erhöhung der Grunderwerbsteuer tatsächlich der richtige Weg ist.

Vor dem Hintergrund massiv steigender Flüchtlingszahlen fordert das deutsche Baugewerbe, dessen Firmen zu mehr als 90 % den Wohnungsbau in Deutschland leisten, nicht nur eine Erhöhung der AfA, sondern auch die Aufnahme von sogenannten Typenhäusern in die Musterbauordnung des Bundes und die Landesbauordnungen der Länder, um die Genehmigungsverfahren abzukürzen. Es könne doch nicht angehen, so Neve weiter, dass die Kommunen für einen Quadratmeter im Container mehr als 2.500 Euro ausgeben müssen, wenn sie denselben Quadratmeter in einem regulären Gebäude für 1.500 Euro bekommen können. Die Bauunternehmen könnten sehr schnell handeln, wenn Planungs- und Genehmigungsverfahren deutlich reduziert würde.

Kontakt:

Herbert Tiemann, Pressereferent

Im „Haus der Innungen“

Am Schölerberg 9, 49082 Osnabrück

Telefon: (0541) 96110-13, Fax: 96110-96

E-Mail: tiemann@kh-os.de