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Rentenpolitik der Bundesregierung auf dem Prüfstand

Kreishandwerkerschaft Osnabrück äußert ihre Bedenken

Osnabrück (-ht-). Mit großer Skepsis verfolgen Vorstand und Geschäftsführung der Kreishandwerkerschaft Osnabrück (KH) die aktuellen Rentenpläne der Bundesregierung.  Ähnlich wie der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) beobachtet die handwerkliche Arbeitgeberorganisation ein Abdriften von dem über viele Jahre erfolgreichen sozialpolitischen Rentenkurs, der sich klar an der demografischen Entwicklung orientierte.

„So wie die gesamte Wirtschaft hat sich auch das Handwerk angesichts der für die Renten sehr ungünstigen Bevölkerungsentwicklung auf die  zunächst vorgesehene Ausweitung der Arbeitszeit bis zum 67. Lebensjahr eingestellt“, sagte Kreishandwerksmeister Siegward Schneider in einem Statement. Nun werde die Frühverrentung mit 63 wieder favorisiert, womit die Bundesregierung eindeutig zurückrudere und für zusätzliche Verunsicherung sorge.

Auch nach Ansicht von KH-Hauptgeschäftsführer Thorsten Coch hätten viele Unternehmen sich in ihrer Personalplanung längst darauf ausgerichtet, ihre Fachleute länger zu beschäftigen. Abgesehen davon könne es sich das Handwerk überhaupt nicht leisten, diese Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter früher in die gesetzliche Rente zu schicken, denn sie würden noch dringend gebraucht.

Sehr bedenklich stimme auch die zwangsläufig mit dieser Kehrwendung verbundene Ausweitung der Ausgaben, so die KH. Die Rentenversicherungsbeiträge würden wieder steigen und Steuerzahler, Beitragszahler und vor allem künftige Generationen treffen. Nur die recht kleine Gruppe jener Rentenversicherten mit langen Beitragszeiten zähle zu den Profiteuren.

Die höheren Rentenbeiträge würden sich auch auf die Binnenkonjunktur und damit auf weite Teile des Handwerks  negativ auswirken, denn mit der Steigerung der Lohnzusatzkosten sinke die Wettbewerbsfähigkeit der Betriebe gerade im lohnintensiven Mittelstand.