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Vier Raubüberfälle innerhalb weniger Wochen

Das Informationsgespräch der Innungsmitglieder mit Hauptkommissar Martin Schmitz (2. v. lks.) und Obermeister Hans - Heinrich Kolkmeyer (3. v. lks.). Foto: Herbert Tiemann

Uhrmacher-Innung ließ sich von der Polizei informieren

Osnabrück (-ht-). Angesichts der Häufung von Raubüberfällen auf Juweliere beziehungsweise Uhrenfachgeschäfte in der Osnabrücker City lud die Uhrmacher-Innung Osnabrück den Experten Martin Schmitz von der Polizeidirektion Osnabrück in das „Haus der Innungen“ ein. Schmitz ist Beauftragter für Kriminalprävention und war seinerzeit am Aufbau der „Aktion Sicher Wohnen“, einer gemeinschaftlichen Initiative von zertifizierten Innungsbetrieben und der Osnabrücker Polizei, maßgeblich beteiligt. Direkt, nachdem Obermeister Hans-Heinrich Kolkmeyer zu diesem Informationsgespräch eingeladen hatte, wurden er beziehungsweise seine Mitarbeiter im Geschäft in der Großen Straße selbst das Opfer von Straftätern, die allerdings kurz nach dem Überfall, für den sie Reizgas verwendeten, von der Polizei gefasst werden konnten.

Immer wieder stellt sich auch für Firmeninhaber, die sich allein schon aus beruflichen Gründen mit dieser unangenehmen Thematik ständig auseinandersetzen müssen, die Frage, was sie im Vorfeld tun können und wie sie sich im Ernstfall verhalten sollten. Hierzu gab Martin Schmitz viele wertvolle Ratschläge, die auch in einem von der Polizei erstellten, so genannten „Fahndungsblatt Raubüberfall“ zusammengestellt sind. So können eventuelle Sicherheitslücken und Schwachstellen noch besser erkannt und durch geeignete Maßnahmen beseitigt werden. In diesem Zusammenhang waren auch die (noch) sehr eingeschränkten rechtlichen Möglichkeiten der Videoaufzeichnung von besonderem Interesse, die auch bei der Aufklärung von Trickdiebstählen, die oft erst viel später entdeckt werden, sehr hilfreich sind, wie Schmitz bestätigte Oft erkunden die Täter im Vorfeld die Räumlichkeiten, wie der jüngste Fall beweist, denn zwei Kolkmeyer-Mitarbeiterinnen hatten die Festgenommenen als vermeintliche Kunden wiedererkannt. Hier könnten erweiterte gesetzliche Aufzeichnungsregelungen, die sich nicht gegen Arbeitnehmer richten, sondern sie schützen helfen, einen weiteren Schritt bei der Verbrechungsbekämpfung und –aufklärung bedeuten.