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Förderkreis
Innungsbetriebe Handwerk e.V.

Preisträger

Vorstellung und Berichterstattung über die aktuellen Preisträger

 

Preisträger 2020

- Clausing GmbH

- DeWa Innensbau GmbH

- Eichholz Maler- und Restaurierungswerkstatt GmbH & Co. KG

 

Es gibt auch noch andere wichtige Themen neben Corona

Förderkreis Innungsbetriebe Handwerk e. V. vergibt drei Förderpreise im Jahr 2020

Das Thema Corona scheint, aktuell die Medien zu beherrschen. Umso mehr freute sich die Jury des Förderkreises Innungsbetriebes Handwerk e. V. über die tollen Bewerbungen für den Förderpreis 2020. Die Bewerbungen waren so faszinierend und vielseitig, dass es der Jury schwerfiel, sich für einen Favoriten zu entscheiden. Zum ersten Mal in 27 Jahren wurden gleich drei Förderpreise vergeben. Es gibt Themen, die neben der Corona-Krise etwas in den Hintergrund gerückt zu sein scheinen. „Wir haben uns innerhalb der Jury für drei sehr wichtige und aktuelle Themen entschieden“, bestätigte Siegward Schneider, Vereinsvorsitzender des Förderkreises. Der Förderkreis Innungsbetriebe Handwerk e. V. möchte mit den drei Preisen versuchen, die Gesellschaft auch wieder für andere wichtige Themen zu begeistern und zu sensibilisieren.

Nicht nur beim Thema Akustik und Trockenbau ist die DeWa Innenausbau GmbH ein Profi, denn auch beim Thema Ausbildung macht ihr so schnell keiner was vor. Zusätzlich zur normalen Ausbildung haben die angehenden Trockenbauer die Möglichkeit, sich weiterzubilden. Um den Theorie- und Praxisbezug zu gewährleisten, werden neben der Deutsch-Nachhilfe auch die fachlichen Themen gemeinsam mit den Meistern aufgearbeitet. Bei DeWa steht der Mensch im Fokus. „Dazu zählen auch das ein oder andere Mal die privaten Umstände“, erzählte Geschäftsführer Ralf Müller. Das sei wichtig, um ein entspanntes Lernumfeld zu ermöglichen. Das überzeugte die Jury. Den Preis an ein Unternehmen zu vergeben, welches seine Nahwuchskräfte so individuell fördert und sich auch über das Betriebstor hinaus für die Ausbildung im Handwerk stark macht, schien schon fast selbstverständlich. Das ermöglicht den Handwerkern von morgen einen professionellen Start in ihre berufliche Zukunft.

Obwohl die Eichholz Maler- und Restaurierungswerkstatt GmbH & Co. KG mit ihrer 250-jährigen Geschichte ein gewisses Alter hat, zeigt sie sich beim Thema Flüchtlingsintegration modern und fortschrittlich. Doch genau diese Erfahrung ist es, die das Rückgrat des Unternehmens bildet. Unabhängig von Herkunft, Glauben und Vorgeschichten, gibt die Familie Eichholz jedem eine Chance. Eichholz unterstützte dabei besonders zwei Geflüchtete, die ohne Deutschkenntnisse und Vorbildung nach Deutschland kamen. Selbst ein Schulbesuch war für die Schützlinge zum Teil etwas Fremdes. Eichholz half bei der Wohnungssuche und gliederte die beiden erfolgreich ins Team ein. Bei der Integration zwischen Gebet, Arbeit und Glauben fand das Unternehmen mit Hilfe eines Imams und den Auszubildenden eine Lösung. „Rassismus kommt für uns nicht in Frage,“ betonte Andreas Eichholz, Geschäftsführer der Maler- und Restaurierungswerkstatt. Das Thema liegt auch dem Förderkreis sehr am Herzen. Das ist auch der Grund, wieso die Eichholz Maler- und Restaurierungswerkstatt GmbH & Co. KG für ihr außerordentliches Engagement ausgezeichnet wurde.

Am Puls der Zeit war auch die Firma Clausing GmbH mit ihrer Bewerbung. Mit dem neuen Geschäftszweig fördert das Unternehmen den Umweltschutz, indem es Ressourcen schont, das Grundwasser schützt und bei der Abfallvermeidung auch Co² einspart. Durch „Bodenmanagement Flüssigboden Osnabrück“ werden die Aushubböden zu 90 % in den Kreislauf zurückverbaut. Generell ist Aushubboden Abfall, sobald es die Baustelle verlässt. Nicht aber bei Clausing. Der Boden wird analysiert, aufbereitet und dem technischen Bauwerk wieder zugeführt, statt es mit den schädlichen Bodenbelastungen in entfernte Deponien zu bringen. Der Schutz von Grundwasser durch kontrollierten Bodeneinbau ist Geschäftsführer Christian Staub dabei ein besonders wichtiges Anliegen. „Grundwasserschutz und die weiten Wege durch die Deponieverknappung, sind nur einige der wichtigen Gründe, wieso wir mit Unterstützung der Stadtwerke dieses Projekt entstehen ließen“, erklärte Staub. Gerade weil die Clausing GmbH sich so von den anderen Bewerbungen abhob und Umweltschutz akuter denn je ist, erhielt auch sie für ihr innovatives und zukunftweisendes Modell den Förderpreis 2020.

Fachkräftemangel, Flüchtlingskrise und Umweltschutz sind drei Themen, die uns auch schon vor der Corona-Krise bewegt haben und uns auch wahrscheinlich noch danach beschäftigen werden. Sich so engagiert mit den schwierigen Themen auseinanderzusetzen und solche ideenreichen Lösungen gefunden zu haben, sind nur einige Gründe dafür, dass sich alle drei um den Förderpreis 2020 verdient gemacht haben.