Bau-Innung Osnabrück Stadt und Land

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„Bleiben Sie im Handwerk, bleiben Sie in der Region!“

Die Bau-Innung Osnabrück Stadt und Land spricht neue Nachwuchskräfte ins Gesellenleben los

Die Baustelle nebenan erinnere Thorsten Coch, den Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Osnabrück, erfreulicherweise immer an seine Kindheit zurück: „Gerne schaue ich auf die Baustelle nebenan hinaus und bin beeindruckt von der strukturierten Arbeitsweise“. Der Ifo-Index, der verlässlichste Gradmesser für das Wirtschaftsklima, bescheinige derzeit Unsicherheiten über Handelskriege und den Brexit. Gleichermaßen finde man auf denselben Zeitungsseiten Überschriften wie „Rekordaufträge für Baufirmen“. Es freue Coch sehr, dass trotz der schlechten Wirtschaftsprognosen die Aufträge der Baufirmen steigen und nicht zurückgehen. Coch gratulierte den neuen Gesellen der Bau-Innung Osnabrück Stadt und Land zur bestandenen Prüfung und für die Entscheidung zugunsten einer soliden Ausbildung im Bau.

Dies sei ein Tag der Freude und der Beweis für eine erfolgreich abgelegte Prüfung, begrüßte Innungsobermeister Heinrich Rahenbrock die neuen Berufskollegen. Besonders die Wetterbedingungen hätten es den jungen Gesellen nicht leicht gemacht, ihre Prüfung zu meistern. Das Bestehen sei nun der Anfang für ein erfolgreiches Berufsleben und der Gesellenbrief die Belohnung für die Anstrengungen. Trotz der Bescheinigung der Gesellenreife sei das Lernen aber noch nicht vorbei. Das Handwerk hat goldenen Boden für jeden, der sich stets weiterbildet, so Rahenbrock.

Auch der Präsident der Handwerkskammer Osnabrück-Emsland-Grafschaft Bentheim, Reiner Möhle, lies es sich nicht nehmen, persönlich den neuen Nachwuchskräften vom Bau zur bestandenen Gesellenprüfung zu gratulieren. In einigen Ländern erhielte man keinen Berufsabschluss wie diesen, man erlerne eine Tätigkeit im „learning by doing“-Verfahren, erklärte Möhle. Um sein duales Ausbildungssystem werde Deutschland in aller Welt beneidet. Unsere ausgebildeten Fachkräfte seien weltweit anerkannt. Besonders das deutsche Handwerk habe einen sehr hohen Stellenwert. Auf Reisen würde Möhle immer wieder feststellen, dass die deutschen Handwerker fast überall im Ausland zu finden seien. Besonders unsere Nachbarländer würden den deutschen Handwerker gern anfordern und für sich arbeiten lassen. In Ländern wie Italien herrsche eine erschreckend hohe Jugendarbeitslosigkeit von nahezu 50 %. In Deutschland tendiere dieser Wert aufgrund der hervorragenden dualen Ausbildung gegen Null.

Einen Wunsch stellte der Kammerpräsident besonders heraus: Das Image des Handwerks müsse sich verändern. Die Arbeit als Handwerker müsse viel stärker anerkannt werden. Dabei sollte aber keine Überheblichkeit entstehen. Der erste Schritt sei, dass die jungen Gesellen dem Handwerk und der Region treu bleiben. Möhle selbst sei durchaus ein Freund des Abiturs, aber das einseitige Denken, dass Abiturienten auch unbedingt studieren müssten, erscheine ihm zu einfach. Denn auch das Handwerk biete eine Menge Möglichkeiten zur Weiterbildung, deren Kosten jedoch recht hoch lägen. Darum sei die Meisterprämie sicherlich der richtige Weg, doch es bedürfe noch einiger zusätzlicher Erleichterungen. „Bleiben Sie im Handwerk, bleiben Sie in der Region“, schloss Möhle seine Rede.

Heinrich Rahenbrock, Obermeister der Bau-Innung Osnabrück Stadt und Land, sprach die neuen Gesellen nach alter Tradition los und übergab in Zusammenarbeit mit den Lehrlingswarten Martin Stolte und Frank Bunselmeyer die Gesellenbriefe. Die Bau-Innung Osnabrück Stadt und Land konnte sich über zwei Innungssieger freuen, einen Maurer und einen Zimmerer. Innungssieger der Maurer wurde Dennis Hestermeyer, der beim Bauunternehmen Holtmeyer GmbH in Bad Iburg ausgebildet wurde. Die beste Prüfung der Zimmerer legte Sebastian Sander als nunmehr offizieller Innungssieger ab. Er absolvierte seine Ausbildung bei der Firma Zimmerei Rosemann GmbH in Bad Iburg. Bei leckeren Steakbrötchen, Grillwürsten und kühlen Getränken konnten die erreichten Abschlüsse noch gefeiert werden.

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