Bau-Innung Osnabrück Stadt und Land

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„Digitalisierung findet auch auf der Baustelle statt“

Baugewerbe-Innung Osnabrück ehrt ihre Nachwuchskräfte

Bei anfänglich schwüler Hitze und später starkem Regenschauer begrüßte der Obermeister der Baugewerbe-Innung Osnabrück Heinrich Rahenbrock die 13 neuen Gesellen des Maurer-, Zimmerer- und Beton- und Stahlbetonbauer-Handwerks im Haus der Innungen. Rahenbrock lobte das Durchhaltevermögen der Gesellen, die trotz des besonders heißen Wetters unermüdlich an ihren Gesellenstücken gearbeitet hatten. Doch trotz ihrer hervorragenden Einzelleistungen betonte er, dass es auf der Baustelle immer um die Teamleistung gehe. Jeder müsse sich einbringen, damit die Arbeit gelinge. Doch Leistung entstehe zu allererst im Kopf, zitierte er den deutschen Fußballspieler und –trainer Ottmar Hitzfeld, denn die innere Einstellung sei alles.

Auch Thorsten Coch, Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Osnabrück, lobte die Leistungen der neuen Gesellen. In Anlehnung an ein Goethe-Zitat, wonach der Geselle ist, der etwas kann, Meister ist, wer etwas ersann und der Lehrling jedermann ist, bemerkte Coch, dass die Gesellen bereits den Sprung von Jedermann zu dem, der etwas kann, geschafft hatten. Doch die Geschichte zeige, dass die Lehrlinge im Mittelalter noch größere Hürden überwinden mussten. Der Geburtsstand des Lehrlings wurde überprüft und der Meister bestimmte sogar über die Zeit seines Lehrlings, für dessen Verköstigung und Unterbringung er aufkommen musste. Doch diese historischen Probleme stellten sich den neuen Gesellen heute nicht mehr und können nun stolz auf ihre geleistete Arbeit sein.

Christian Staub, Präsident des Baugewerbeverbandes, richtete den Blick auf die Zukunft des Bau-Handwerks. Die aktuellen Statistiken der Bauwirtschaft würden zeigen, dass auch in Zukunft die Aussichten für die Bau-Berufe gut seien. Es gebe eine anhaltende positive Entwicklung im Bau-Handwerk und der Wunsch bleibe, dass die Konjunktur in der Bauwirtschaft weiterhin stabil bliebe.

Wichtig sei für die Zukunft des Bau-Handwerks nun das Thema Digitalisierung, die auch auf der Baustelle stattfinde. Die Handwerker müssten umsetzen, was am Computer erschaffen wurde. Deshalb sei es wichtig, junge Leute für den Beruf zu begeistern. Denn die Alten bräuchten die Neuen, um das neue Zeitalter umzusetzen, so Staub. Er zeigte sich begeistert von den nun ehemaligen Lehrlingen, die allesamt Macher seien und rief sie dazu auf, auch weiterhin mit dieser Leidenschaft zu arbeiten.

Was für eine Bedeutung das Handwerk vor allem in Deutschland habe, bewies einer der neuen Zimmerer-Gesellen, der aus Brasilien stammt und nun mit seiner Frau in Deutschland lebt. „Das Zimmerer-Handwerk wird in Deutschland viel mehr wertgeschätzt“, sagte er. Er liebe die Arbeit mit Holz und auch seine beiden Kinder seien mehr als stolz auf ihren Vater. Vor allem, da er ihnen viele tolle Spielzeuge aus Holz bauen könne.

Eine besondere Ehrung für sein herausragendes Ergebnis bei den Beton- und Stahlbetonbauern erhielt Marvin Dutschmann als Innungssieger, der bei Läer & Rahenbrock in Georgsmarienhütte ausgebildet worden ist. Knapp hinter dem Prüfungsergebnis von Dutschmann lag Kevin Lingstädt, der seine Lehrzeit ebenfalls bei Läer & Rahenbrock absolviert hatte.

Bei den Zimmerern lag Louis Kleinebecker von Diekriede-Dach GmbH & Co. KG in Glandorf vorn, der mit seiner herausragenden Leistung zum Innungssieger ernannt wurde.

Gruppenfoto: Trotz des einsetzenden Regens gab es glückliche Gesichter bei den neuen Gesellen, OM Heinrich Rahenbrock (5. v. lks.), Lehrlingswart Martin Stolte (4. v. re.), BVN-Präsident Christian Staub (2. v. re.) und HGF Thorsten Coch (re.).

Foto 1: Stolz nahm Jörg Diekriede (mitte) den Gesellenbrief für seinen Lehrling und Innungssieger der Zimmerer Louis Kleinebecker an. Mit ihm freuten sich auch OM Heinrich Rahenbrock (lks.) und Lehrlingswart Martin Stolte (re.).

Foto 2: Das knappe Rennen um den Titel als Innungssieger der Beton- und Stahlbetonbauer gewann Marvin Dutschmann (re.) gegen Kevin Lingstädt (lks.), die beide bei Läer & Rahenbrock ausgebildet worden sind.

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