Freie Fleischer-Innung zu Osnabrück

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„Andere Regionen können uns nicht ansatzweise das Wurstwasser reichen“

Michael I. (Lübbersmann) wird neuer Kohlwurstkönig

Wie jedes Jahr ging die Herrschaft des alten Kohlwurstkönigs, Thomas I. Schrader, zu Ende, um Platz für den neuen Kohlwurstkönig zu machen. Schrader hatte seine Kohlwurstherrschaft in vollen Zügen genossen, auch wenn ihm so manches Mal Steine in den Weg gelegt worden waren. Scherzhaft erzählte er davon, wie er an einem Freitag in der Fleischerei Mandel Haxen kaufen wollte, doch dort teilte man ihm mit, dass die Haxen aus seien. Völlig entsetzt darüber, dass es am Freitagnachmittag keine Haxen mehr für den Kohlwurstkönig gab, musste er mit leeren Händen nach Hause fahren. Mit einem herzlichen Dank an Ursula Schaub, Geschäftsführerin der Kreishandwerkerschaft, für die aufwändige Vorbereitung des 13. Kohlwurstessens, verabschiedete er sich aus seinem Amt.

Bevor der neue Kohlwurstkönig gekrönt wurde, begrüßte Dieter Beermann, Obermeister der Freien Fleischer-Innung zu Osnabrück, die Herrenrunde geladener Gäste, die zunächst fälschlicherweise als „Hochzeitsgäste“ betitelt wurden. Eine „Hochzeit“ fand aber wohl nur bei den fein abgestimmten Zutaten der Kohlwurst statt, die von der Freien Fleischer-Innung zu Osnabrück neu interpretiert wurde. Durch das erstklassige Schweinefleisch aus Schinken und Schulter, Hafergrütze und frischen Zwiebeln, sowie eine besondere Gewürzmischung erhält diese Kohlwurst ihren außergewöhnlichen Geschmack, erklärte Erik Schürkamp. Passend dazu fand er einen Werbespruch aus den 50ern: „Die Sau ist tot, Gewürz tut Not“.

Nachdem  sich alle Anwesenden von der Besonderheit dieser Kohlwurst überzeugen konnten, proklamierte Christian Sostmann, stellvertretender Obermeister der Freien Fleischer-Innung zu Osnabrück, den neuen Kohlwurstkönig: „Michael I. (Lübbersmann)“. Landrat Lübbersmann wuchs selbst auf einem Bauernhof zwischen Kühen und Schweinen auf, die er bis zu seiner Einschulung nur als Kohjen und Swienen kannte. Erst auf der Schule lernte er schließlich Hochdeutsch zu sprechen. Als Beweis für die leidenschaftliche Begeisterung des neuen Kohlwurstkönigs für das Fleischer-Handwerk, hatte Sostmann auch sogleich ein Foto mitgebracht, das Lübbersmann beim Wurstmachen auf dem Berufsorientierungsparcours in der Hauptschule Bramsche zeigte. Lübbersmann freue sich bereits auf seine Zeit als Kohlwurstkönig. Das sei gerade in der Region Osnabrück eine besondere Ehre, denn: „Andere Regionen können uns nicht ansatzweise das Wurstwasser reichen!“

Foto: Steven Kerstan

V. lks. n. re.: Christian Sostmann, Michael I. (Lübbersmann), Obermeister Dieter Beermann mit dem Kohlwurstkönig 2017, Thomas I. (Schrader).

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