Innung der Raumausstatter und Sattler Bezirk Osnabrück und Grafschaft Bentheim

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Treffen zur Verbesserung der Gesellenprüfungen in Walsrode

Ende  April 2017 kamen die Gesellenprüfungsausschüsse im niedersächsischen Landesinnungsverband der Raumausstatter in Walsrode zusammen, um sich in einer offenen Runde über aktuelle Themen und Probleme im Prüfungswesen auszutauschen.  Zu Gast war auch Claudia Meimbresse von der Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade. In ihrem Vortrag kamen insbesondere Themen zu Rechtsgrundlagen innerhalb einer Gesellenprüfung zur Sprache, wie etwa im Falle eines Widerspruchs der Prüflinge.

Passend zu diesem Thema gab die Referentin folgende Literaturempfehlungen:

• Eine Handreichung für Prüfer und Mitarbeiter der Handwerksorganisation der ZWH „Rechtsgrundlagen der Gesellenprüfung“

• Das „Handbuch Ausbildung“ von Clemens Urbanek.

In der sich anschließenden  Diskussionsrunde wurden weitere Fragen aufgeworfen, wie zum Beispiel: Muss vor einer Prüfung eine von den Prüflingen unterschriebene Belehrung in Sachen Arbeitsschutz vorliegen? Dies sei nicht zwingend notwendig. Schaden könne es jedoch auch nicht. Claudia Meimbresse empfahl dem Ausschuss vor Prüfungsbeginn eine Checkliste anzufertigen, in der man genau festlegt, was vorab an die Prüflinge kommuniziert werden sollte. So könnten Missverständnisse vermieden werden.

Auch über die Anwesenheitspflicht der Prüfer bei einer mehrtägigen Prüfung wurde diskutiert. Da es sich bei einer Prüfung um eine höchstpersönliche Leistung handelt, muss die Bewertung auch von mindestens drei Mitgliedern des Prüfungsausschusses erfolgen. Man könnte jedoch den Arbeitsaufwand minimieren, indem man feste Prüfungszeiten innerhalb der Tage festlegt, so die Empfehlung von Frau Meimbresse.

Im Anschluss an den Vortrag wurde über die derzeitige Situation der Standorte von Berufsschulen sowie der überbetrieblichen Lehrlingsunterweisung in Niedersachsen diskutiert. Der Vorsitzende Frank Heinze betonte, dass in Zukunft starke Schulstandorte wichtig sind. Auch eine bessere Organisation der überbetrieblichen Lehrlingsunterweisung soll durchgesetzt werden.

Um das Berufsbild für Auszubildende wieder spannender zu gestalten, diskutierte der Ausschuss zudem über mögliche Themen, die in der Ausbildungsverordnung ergänzt werden sollten. Zustimmung fand dabei der Vorschlag, verstärkt Industriebesuche in den Berufsschulen zu ermöglichen. Um diese Art von Weiterbildung durchzusetzen, braucht es daher Kooperationen von Schulen und Unternehmen.

Zum Foto: Unter den Tagungsteilnehmern waren auch Obermeister Ulrich Hörnschemeyer (2. v. lks.) aus Wallenhorst und der Osnabrücker Fachlehrer Michael Schmale (lks.). Foto: privat.

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