Straßenbauer-Innung Osnabrück-Emsland

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„An die Arbeit, Männer!“

Straßenbauer-Auszubildende ab jetzt in Osnabrück beschult

Osnabrück. Mit dem zünftigen Aufruf „An die Arbeit, Männer – wir erwarten viel von Euch!“ begrüßte Obermeister Jens-Peter Zuther seit vielen Jahren endlich wieder  Grundstufen-Auszubildende des Straßenbauerhandwerks in Osnabrück. Ausreichend Nachwuchs dafür gibt es in den Betrieben der Straßenbauer-Innung Osnabrück-Emsland. 32 Auszubildende werden ab sofort in zwei Fachklassen im Berufsschulzentrum am Westerberg theoretisch fit für das Straßenbauerhandwerk gemacht.

Dazu gab es eine lange und mühselige Vorgeschichte, wie Bürgermeister Burkhard Jasper – zugleich Mitglied des Landtages - berichtete. Seit einem Uralterlass von 1981 wurden nämlich Straßenbauer- Azubis aus ganz Niedersachsen im Landkreis Cuxhaven beschult. Unermüdlich haben sich Innung, Kreishandwerkerschaft, Kammer, Verbände und Politik gemeinsam für eine ortsnahe Beschulung bei der Landesregierung eingesetzt, bis es Jasper gelang, die wohnortnahe Beschulung im Koalitionsvertrag festschreiben zu lassen. „Wenn alle an einem Strang ziehen, geht es“, so der Landtagsabgeordnete. Er wünschte den jungen Berufsschülern viel Erfolg und Freude im Beruf.

Ähnlich äußerte sich Thorsten Coch, Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Osnabrück, der den jungen Leuten bescheinigte, sich für einen tollen Beruf entschieden zu haben und den beiden Premierenklassen viel Erfolg wünschte. Er freue sich schon auf den ersten erfolgreichen Jahrgang und die erste Lossprechung der Osnabrücker Straßenbauer in drei Jahren.

Seine Hausaufgaben hatte Schulleiter Franz Josef Papenbrock gemacht: er konnte die längste, kürzeste, breiteste, engste, höchste und kälteste Straße der Welt benennen und beschreiben. An solchen Kultstraßen werden die Nachwuchsstraßenbauer zunächst nicht mitwirken können, jedoch warten in Deutschland auch viele aktuelle Projekte auf Umsetzung, so dass die Arbeit nicht ausgehen dürfte. „Ich bin richtig froh, dass Sie bei uns sind“, so Papenbrock , der nicht verhehlte, dass sein Lehrerteam zur Umsetzung der großen Klassenstärke  gewaltige Kraftanstrengungen machen musste.

Zu Ehren des ersten Osnabrücker Straßenbauerjahrgangs wurde eigens die bundesweite Wanderausstellung „Pflasterhandwerk – Zunft mit Zukunft“ nach Osnabrück geholt. Christian Staub, Präsident des Baugewerbe-Verbandes Niedersachsen, hatte seine Beziehungen spielen lassen und so können interessierte Besucher bis zum 29. September im Forum des Berufsschulzentrums am Westerberg die Geschichte und Bedeutung von Pflasterhandwerk erfahren. Neben Exponaten und Materialien gibt die Ausstellung einen geschichtlichen Überblick und spannt dabei den Bogen von den ersten historischen Pflasterstraßen bis hin zur Gegenwart. Nachdem Burkhardt Jasper die Ausstellung offiziell eröffnet hatte, konnte Friedrich Pfohl, der Vorsitzende des Gesellenprüfungsausschusses der Straßenbauer-Innung Osnabrück-Emsland, seinen Nachwuchsleuten anhand der Bilder und Exponate direkt einen Einblick in die zukünftige Berufspraxis geben.

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