Tischler-Innung Osnabrück

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„Die Ausbildung muss auch Spaß machen“

Tischler-Nachwuchskräfte zeigen was sie gelernt haben

Trotz der sengenden Hitze wollte Ludger Schimmöller, Obermeister der Tischler-Innung Osnabrück, den 36 neuen Nachwuchskräften auf der Lossprechungsfeier der Tischler-Innung Osnabrück in der Aula der Handwerkskammer einen würdigen Abschluss ihrer Lehrzeit bescheren.

In ihrer Ausbildung hätten sie sicherlich Höhen und Tiefen erlebt und so manches Mal ihre Ausbilder verflucht. Dennoch stimmte Schimmöller dem Spruch „Lehrjahre sind keine Herrenjahre“ nicht zu. Die Ausbildung solle auch Spaß machen und den Lehrlingen bestätigen, dass sie den richtigen Weg gewählt haben. Jeder Beruf habe zwar Vor- und Nachteile, doch wenn die Arbeit keinen Spaß mache, dann müsse man sich einen anderen Beruf suchen, sagte Schimmöller unmissverständlich.

Mit dem Abschluss ihrer Lehrzeit hätten die frischgebackenen Gesellinnen und Gesellen jedoch nicht nur eine Auszeichnung in Form des Gesellenbriefes erhalten, sondern auch einen wichtigen Schritt in ihrem Leben getan. Jeder müsse für sich selbst entscheiden, wie viel er damit erreicht habe und wie hoch der Stellenwert der abgeschlossenen Ausbildung, bemerkte Schimmöller. Zudem lobte er die gute Zusammenarbeit mit dem Berufsschulzentrum am Westerberg. Aus dieser Kooperation entstand erneut die Broschüre „Tischler Gesellenstücke“, die gemeinsam mit den Lehrkräften des Fachbereichs Holztechnik und den Absolventinnen und Absolventen der Berufsfachschule für Gestaltungstechnische Assistenten entwickelt wurde. Dar Katalog wurde von den Teilnehmern der Veranstaltung gern als schöne Erinnerung an diesen Prüfungsjahrgang mitgenommen.

Nach der offiziellen Lossprechung wurden auch die drei Besten des Wettbewerbs „Die Gute Form“ bekannt gegeben. Für die dreiköpfige Laienjury vergab Franz Josef Papenbrock, Schulleiter des Berufsschulzentrums am Westerberg, die Preise und erläuterte die Beweggründe für die Entscheidungen. Anhand von verschiedenen Kriterien, wie die Umsetzung einer eigenen, besonderen Idee, Material- und Farbkomposition oder die Funktionalität, sei die Auswahl vorgenommen worden. Den ersten Platz belegte dabei Kjell Bode, der bei der Tischlerei Scholtissek GmbH & Co. KG in Ostercappeln ausgebildet wurde. Als Gesellenstück fertigte er einen individualisierbaren Schreibtisch aus europäischem Nussbaum und Ahorn.

Ebenfalls ausgezeichnet wurde Leon Trentmann, aus dem Lehrbetrieb Tischlerei Heinrich Düvel GmbH & Co. KG in Bohmte. Mit seinem Couchtisch in Eiche gewann er den Vordemberge-Gildewart-Preis, der nach einem bekannten Osnabrücker Künstler benannt wird. Dieser Preis zeichnet klare und sachliche Gestaltung aus, die von gradlinigen Formen und harmonischen Farbkonzepten unterstützt werden.

Ganz besonders freuen konnte sich Jonah Johanniemann, der seine Lehrzeit bei der Tischlerei Vielstädte in Ostercappeln-Hitzhausen absolvierte. Sein Bartisch in Esche überzeugte die Mitglieder des Prüfungsausschusses am meisten, sodass er zum Innungssieger gekürt wurde. Er habe im Betrieb Holzplatten aus Massivholz liegen sehen, mit denen nicht mehr gearbeitet wurde und wollte unbedingt etwas daraus fertigen, erzählte sein Ausbilder Matthias Vielstädte. Er sei stolz auf seinen ehemaligen Lehrling, der sich in seiner Lehrzeit sehr viel Wissen angeeignet habe und dies mit seinem großartigen Gesellenstück entsprechend unter Beweis stellen konnte.

Im Foyer der Handwerkskammer konnten die Gesellenstücke der neuen Tischler in einer öffentlichen Ausstellung zwei Tage lang bewundert werden.

Gruppenfoto: 33 Tischler und 3 Tischlerinnen versammelten sich zum abschließenden Gruppenfoto am Eingangsportal der Handwerkskammer.

Foto 2: Innungssieger: Der Innungssieger Jonah Johanniemann (re.) freut sich mit seinem Ausbilder Matthias Vielstädte über seinen Titel als Innungssieger.

Foto 3: Die Gute Form & Vordemberge-Gildewart Preis: OM Ludger Schimmöller (re.), sowie die Jurymitglieder Franz Josef Papenbrock (lks.) und Maren Waike-Koormann (2. v. lks) waren beeindruckt von den Siegern des Wettbewerbs „Die gute Form“ und dem Gewinner des Vordemberge-Gildewart-Preises, (von lks. nach re.) Leon Trentmann (Gewinner VG-Preis, Ausbildungsbetrieb Heinrich Düvel GmbH & Co. KG, Bohmte), Moritz Sauer (3. Platz, Oliver Notbusch, Wallenhorst), Kjell Bode (1. Platz, Ausbildungsbetrieb Scholtissek GmbH & Co. KG, Ostercappeln), Nils Bensmann (2. Platz, Ausbildungsbetrieb Ralf Göhler, Belm).

Fotos: Larissa Gorskowski

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