Die KH App fürs Handy
Jetzt kostenlos verfügbar im Apple oder Play Store.

Leistungen für das
Handwerk

Aktuelles aus dem Handwerk

Gut informiert mit der Kreishandwerkerschaft Osnabrück

 
Zurück zur Übersicht

„Blaumacher und Schlechtleister – Was tun?“

„Wissen nach Feierabend“-Tour 2019

Unterhaltsam und lehrreich zugleich führte der Fachanwalt für Arbeitsrecht Dr. Jörn Hülsemann die zahlreichen Gäste der ausgebuchten „Wissen nach Feierabend“-Tour 2019 durch den Abend. Unter dem Thema „Blaumacher und Schlechtleister – Was tun?“ berichtete er von dem „ganz normalen Wahnsinn“, mit dem sich einige Arbeitgeber herumschlagen müssen und gab viele konkrete Ratschläge, wie man mit jenen Mitmenschen umgeht, die nach Lage der Dinge ganz offensichtlich zu jenen zählen, die dem Chef sowie den Kolleginnen und Kollegen durch ihr fragwürdiges Verhalten das (Arbeits-) Leben schwer machen. Ausdrücklich distanzierte sich der Referent dabei von Erbsenzählerei, Vorurteilen und unverhältnismäßigen Maßnahmen. Sie hätten in diesem schwierigen und oft heiklen Thema keinen Platz.

Im Namen der Hochschule Osnabrück begrüßte Professor Dr. Frank Thiesing, Studiendekan der Elektrotechnik und Informatik, die interessierten Handwerkerinnen und Handwerker zu der Veranstaltung in dem außergewöhnlichen Ambiente der Caprivi Lounge der Hochschule. Thorsten Coch, Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Osnabrück, freute sich besonders, dass so viele Betriebe die Möglichkeit wahrgenommen haben, die „Wissen nach Feierabend“-Tour selbst live zu erleben. Neben vielen „Wiederholungstätern“ gab es auch einige neue Gesichter, die sich gerne von der Veranstaltung überzeugen lassen wollten.

Die über 100 Gäste konnten es sich bei guten Getränken in der in Hochschulkreisen kurz CaLo genannten Caprivi-Lounge gemütlich machen und den Abend mit einem Unterhaltungsprogramm der besonderen Art genießen. Als Appetizer stellte Dr. Dirk Möller, Professor für Physiotherapie, sein umfangreiches Wissen über Enstehung, Diagnose und Heilung von „Rückenschmerzen“ zur Verfügung. Thematisch fasste er diese komplexe Gebiet in der saloppen Formulierung „Ich habe Rücken – einmal knacken lassen“ zusammen.

Dass Arbeitsrecht und Unterhaltung auch Hand in Hand gehen können, bewies Dr. Jörn Hülsemann schließlich in seinem Vortrag über „Blaumacher und Schlechtleister“. Mit absurden Internetseiten, die Blaumachern die Krankschreibung erleichtern und kuriosen Ausreden, dass „Therapeutisches Tapezieren“ bei der Genesung hilft, sorgte Hülsemann für ausgelassene Unterhaltung.

Dabei begleitete der Vorzeige-Blaumacher „Günni“ jede Situation. Was tun, wenn man selbst einen „Günni“ im Betrieb hat, der ständig krank feiert oder schlechte Leistungen erbringt? Das erklärte Hülsemann anhand von zahlreichen Beispielen, wie sich der Arbeitgeber gegen solche Arbeitnehmer mit ganz legitimen Mitteln wehren kann. Das wichtigste sei jedoch immer, mit dem Arbeitnehmer zu sprechen. Denn häufiges Blaumachen und vermeintlich schlechte Leistungen könnten Gründe haben, die gemeinsam gelöst werden können. „Man muss dem Arbeitnehmer stets vermitteln, dass man ein Auge auf ihn hat. Dass man ihm zeigt: Ich sehe dich. Du bist mir wichtig. Du bist mir nicht egal“, betont Hülsemann.

Nach dem interessanten und unterhaltsamen Vortrag konnten die Gäste noch ein leckeres Essen vom Grillbuffet genießen und sich über die eigenen Erfahrungen mit „Blaumachern und Schlechtleistern“ austauschen.

 

Foto: v.lks.: Professor Dr. Dirk Möller, HGF Thorsten Coch und Dr. Jörn Hülsemann

Fotos: Larissa Gorskowski, Herbert Tiemann

Wissen nach Feierabend 2019