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Delegierten-versammlung 2017

der Kreishandwerkerschaft Osnabürck

„Eine intensive Verhinderungslobby und Gestaltungserfolge sind unser handwerkspolitisches Geschäft“

UHN-Präsident Mike Schneider referierte vor den KH-Delegierten

Wofür brauchen wir eigentlich unsere Handwerksorganisationen auf regionaler, niedersächsischer und bundesweiter Ebene? Mit diesen unbequemen Fragen beschäftigte sich der Präsident der Unternehmerverbände Handwerk Niedersachsen (UHN), Mike Schneider, als Gast der Delegiertenversammlung der Kreishandwerkerschaft Osnabrück. Der erfahrene Streiter für die Interessen des Handwerks hatte auch gleich die richtigen Antworten und Erklärungen parat, ebenso wie die Juristin Ute Schwiegershausen, Geschäftsführerin der UHN. „Oft müssen wir Kompromisse eingehen, um das Schlimmste zu verhindern“, bekannte Schneider. „Wir gewinnen nicht immer, aber verbuchen häufig Gestaltungserfolge“. Auch gute Beispiele für ihre zähe Arbeit im Dschungel unzähliger Gremien hatten die UHN-Vertreter im Gepäck wie etwa das umstrittene „Hygiene Barometer“.

Europaweit würden uns die meisten um unsere Handwerksstrukturen einschließlich  Meisterprüfung als Zulassungsvoraussetzung in immerhin noch 41 Berufen bewundern, „während uns einige dafür hassen“. Auch hier müssten Deutschland und die Organisationen des Handwerks Altbewährtes verteidigen. Das Handwerk mit 52 Mrd. Euro Umsatz allein in Niedersachsen sei das Rückgrat der Gesellschaft. Die Konjunktur läuft nach Einschätzung Schneiders weiterhin gut, doch der Fachkräftemangel sei ein sehr ernst zu nehmendes Problem, das von verschiedenen Seiten angegangen werden müsse. Auch an der Digitalisierung komme das Handwerk nicht vorbei.

Noch mehr ins Detail ging beim Thema „Handwerk Goes Digital“ KH-Hauptgeschäftsführer Thorsten Coch. Er skizzierte in seinem Bericht das Aktionsprogramm der vier Kreishandwerkerschaften im Kammerbezirk in enger Kooperation mit der Handwerkskammer Osnabrück-Emsland-Grafschaft Bentheim. Es werde unter anderem eine Veranstaltungsreihe geben, beginnend mit „Digitale Geschäftsmodelle – einfach machen“ am 25. April.

Einen Abriss der wichtigsten Aktivitäten der KH und ihrer angeschlossenen Innungen fasste Kreishandwerksmeister Siegward Schneider in seinem Jahresbericht zusammen, verbunden mit einem Dank an Ehren- und Hauptamt für die sehr gute Arbeit in den letzten 12 Monaten und das partnerschaftliche Miteinander. Ehrenkreishandwerksmeister Hans Georg Hune als Kuratoriumsvorsitzender der Handwerklichen und Beruflichen Begabtenstiftung (HuB) gab Einblicke in die überaus erfolgreiche, inzwischen 14jährige Förderarbeit, während Anja Klanke-Luzniack als Sprecherin der PR-Gruppe der KH die abgewickelten und zukünftigen Projekte vor Augen führte.

Sehr zügig konnte die insgesamt 16 Tagesordnungspunkte umfassende Delegiertenversammlung  abgewickelt werden. Herauszuheben ist dabei der einstimmige Beschluss, dass das Projekt eines Schwarzarbeitsermittlers für ein weiteres Jahr fortgesetzt wird. Darüber hinaus votierten die Delegierten einstimmig für einen „Verhalten- bzw. Ehrenkodex“ von Haupt- und Ehrenamt der Kreishandwerkerschaft Osnabrück.

Foto1: In das Gästebuch der KH trug sich UHN-Präsident Mike Schneider (Mitte) ein, nachdem ihm Kreishandwerksmeister  (KHM) Siegward Schneider (links) und KH-Hauptgeschäftsführer Thorsten Coch (re.) für seine Ausführungen mit einem kleinen Gastgeschenk gedankt hatten.

Foto 2: Als neue Obermeister und Delegierte stellte KHM Schneider (Mitte) Kai Schaupmann, Innung SHK Osnabrück-Stadt, Heinrich Rahenbrock, Baugewerbe-Innung Osnabrück, Anja Klanke-Luzniack, Friseur-Innung Osnabrück, und Torsten Buddenbohm, Innung für Kälte- und Klimatechnik Osnabrück-Emsland (v. lks.), der Versammlung vor und überreichte ihnen das Handwerkszeichen im goldenen Mittelfeld.

Foto 3: Auf der Delegiertenversammlung nahm Kammerpräsident Peter Voss (lks.) Auszeichnungen vor (v. lks.): Obermeister Hans-Heinrich Kolkmeyer, Innung für Uhren, Schmuck und Zeitmesstechnik Osnabrück, und die ehemalige Obermeisterin Susanne Sökeland, früher Tischler-Innung Osnabrück-Stadt, erhielten für ihre umfangreichen Verdienste die Goldene Ehrennadel. Mit der Silbernen Ehrennadel wurde Ulrich Hörnschemeyer, Obermeister der Innung der Raumausstatter und Sattler, Bezirk Osnabrück und Grafschaft Bentheim, ausgezeichnet.

Fotos: Herbert Tiemann