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“Handwerk goes digital” Teil 3: Voice over IP löst ISDN ab

Wie sieht unsere digitale Zukunft in der Telekommunikation aus?

„ISDN wird abgeschaltet! Telefonieren Sie noch oder voipen Sie schon?“  Diese und viele dazu im unmittelbaren Kontext stehende Fragen beantwortete Referent Thomas Wübbe von der BFE Oldenburg im „Haus der Innungen“. Auch der 3. Teil unserer Vortragsreihe „Handwerk goes digital“ hatte es in sich: Die zahlreichen Teilnehmer aus ganz unterschiedlichen Gewerken mussten nicht nur recht viel neuen „Stoff“ aufnehmen, sondern sich auch mit neuen Lösungen insbesondere im Geschäftsbetrieb auseinandersetzen.  Der BFE-Dozent vermittelte sein Wissen sehr aufschlussreich, nachvollziehbar und auch für den Laien sehr gut verständlich. Man fühlte sich stets „mitgenommen“.

Sehr deutlich machte Wübbe, dass die Deutsche Telekom, als Nachfolger der Deutschen Bundespost mit bestimmten gesetzlichen Verpflichtungen ausgestattet, spätestens nach Abschaltung der bewährten, aber nicht entsprechend erweiterbaren ISDN-Technologie sozusagen „außen vor ist“. Vor allem für Gewerbetreibende bedeutet dies, dass sie sich innerhalb der nächsten ein bis zwei Jahre nach einem kompetenten Anbieter umsehen müssen, der ihnen beispielsweise bei der Umstellung ihrer Telefonanlage auf „Voice over IP“ (Sprache über das Internetprotokoll in Form von Datenpaketen) behilflich ist, und zwar fein abgestimmt auf die entsprechenden Bedürfnisse des Kunden.

„Unsere Telefonendgeräte sind zukünftig eigentlich ein PC, auch wenn sie noch wie ein Tastentelefon aussehen“, kündigte Thomas Wübbe an.  Anhand eines kleinen historischen Exkurses angefangen bei handvermittelten Gesprächsverbindungen über ISDN bis hin zum Voipen beispielsweise per „WhatsApp“ oder „Skype“ machte der Referent deutlich, wohin die Reise gehen wird. Möglicherweise auch in eine unsichere Zukunft, denn VoIP bietet Hackern offensichtlich gute Angriffsflächen, während die Verschlüsselungstechnologie sich beim Schutz der Datenpakete noch in der Entwicklung befindet.

Ob nun die Einbeziehung eines so genannten „Gateway“ bei der Umstellung auf VoIP der richtige Ansatz ist oder andere Komponenten eine wichtige Rolle spielen, könne nur eine sorgfältige Umsetzungsplanung klären. Dabei sollten sich vor allem im Businessbereich alle Nutzer darüber im Klaren sein, dass ISDN bei allgemeinem Stromausfall weiterhin funktioniert, das VoIP-System jedoch nicht automatisch, sondern nur durch Zusatzvorkehrungen, aktiv bleibt. Auch längere Faxe, die eine analoge und somit antiquierte Technologie verkörpern, werden in absehbarer Zeit der Vergangenheit angehören. Auf der anderen Seite biete VoIP auch zahlreiche unschlagbare Vorteile wie z.B. die Standortunabhängigkeit, die Schnelligkeit und die Speicherung bzw. Dokumentation beim Fluss der digitalen Sprachdaten-Pakete.

 

(Bildtext)

Der Vortrag des BFE-Dozenten Thomas Wübbe (im Hintergrund) zum Thema „Voice over IP“ stieß in der Aula vom „Haus der Innungen“ nicht nur auf reges Interesse, sondern war auch sehr gut verständlich aufgebaut.

Foto: Herbert Tiemann