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Politiker zeigen sich einsichtig

Kreishandwerkerschaft begrüßt Umdenken beim Meisterbrief

Als Arbeitgeberorganisation freuen sich Vorstand und Geschäftsführung der Kreishandwerkerschaft Osnabrück (KH) über die positiven Signale aus der Politik bei der Kehrtwende zur Zulassungspflicht für bestimmte Berufe innerhalb der so genannten Anlage A der Handwerksordnung (HwO). Niedersachsens Wirtschaftsminister Bernd Althusmann hatte aktuell nicht nur die Fortsetzung der Meisterprämie angekündigt, sondern im gleichen Atemzug auch Kritik an der Reform der Handwerksordnung von 2003 geübt. Damals fiel in zahlreichen Berufen die Meisterprüfung als Zulassungsvoraussetzung für die selbständige Ausübung des entsprechenden Gewerks weg. Dies habe nach Aussage von Althusmann jedoch nicht zu der erhofften Gründung neuer Betriebe geführt, stattdessen seien die Zahlen gesunken.

„Offenbar ist die Politik hier fraktionsübergreifend zur Einsicht gekommen, dass die ursprünglichen Ziele verfehlt wurden“, sagte Kreishandwerksmeister Siegward Schneider. Damals fielen 53 Berufe aus der Zulassungspflicht heraus, nur 41 verblieben in der Anlage A. In einigen Handwerksberufen führte diese einschneidende Novellierung der HwO zu deutlich weniger Beschäftigung und weniger Ausbildungsbereitschaft. „Eine moderne Handwerksordnung soll dem Handwerk ermöglichen, sich dynamisch weiterzuentwickeln. Dadurch sollen die gute Qualität und ein hohes Ausbildungsniveau im Handwerk sichergestellt werden“, so Thorsten Coch, Hauptgeschäftsführer der KH. Eine Rückkehr zur Meisterpflicht sei daher für viele Gewerke sinnvoll, um mehr Selbstständigkeit und höhere Ausbildungsleistungen, einhergehend mit einem höheren Verbraucherschutz zu erreichen. Diese Grundhaltung habe er auch anlässlich einer kürzlich durchgeführten Exkursion einer KH-Handwerksdelegation nach Brüssel gespürt.