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Wiedereinführung der Meisterpflicht

Kreishandwerkerschaft Osnabrück begrüßt die geplante Gesetzesänderung

Im Zuge der Reform der Handwerksordnung von 2003 fiel in 53 Handwerksberufen die Meisterprüfung als Zulassungsvoraussetzung für die selbststände Ausübung des entsprechenden Gewerks weg. Nach zahlreichen politischen Diskussionen ist nun eine Wiedereinführung der Meisterpflicht in zwölf der 53 Gewerken geplant, die schon Anfang 2020 umgesetzt werden soll. Als Arbeitgeberorganisation erhoffen sich Vorstand und Geschäftsführung der Kreishandwerkerschaft Osnabrück (KH) dadurch vor allem eine höhere Ausbildungsbereitschaft, mehr Verbraucherschutz und Qualitätssicherung.

Im Raumausstatter- und im Fliesenlegerhandwerk herrscht besonders große Freude, denn auch hier soll die Meisterpflicht wieder eingeführt werden. Die KH bedauert jedoch die Entscheidung, die Meisterpflicht für die Fotografen, Uhrmacher und Gold- und Silberschmiede nicht wieder einzuführen.

Der Obermeister der Fliesen- und Natursteinleger-Innung Osnabrück-Emsland Markus Heuger (Glandorf) atmete erleichtert auf. Denn dadurch würde auch der Verbraucherschutz wieder an erster Stelle stehen. „Es steht außer Frage, dass sich in den vergangenen 15 Jahren auch hochqualifizierte Unternehmen ohne Meisterbrief entwickelt haben. Unterm Strich kann sich der Endverbraucher jedoch bei dem Qualitätssiegel „Meisterbetrieb“ sicher sein, dass er eine Leistung weit über dem Durchschnitt erhält“, so Heuger. Neben der Qualitätssicherung erwartet Heuger auch steigende Ausbildungszahlen für die entsprechenden Gewerke.

Betriebe eines zulassungsfreien Gewerks, die nach 2004 ohne einen Meisterbrief gegründet worden sind, müssen nicht um den Fortbestand ihres Unternehmens fürchten. Diesen sogenannten Bestandsschutz begrüßt der Obermeister: „Für mich ist es nicht realistisch oder richtig, Unternehmen die „Lizenz“ für ihre Existenz aufgrund dieser geplanten Gesetzesänderung zu entziehen.“

Der Wegfall der Meisterpflicht war seit der Reform regelmäßig ein Diskussionsthema in der Innung. Umso mehr freue er sich darüber, dass sich im letzten Jahr endlich ein Umdenken in der Politik ergeben hatte. Er sei daher allen Lobbyisten, die sich für diesen Erfolg stark gemacht haben, sehr dankbar.