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„Handwerk bleibt Herzstück des Mittelstands“ – Herbstdelegiertenversammlung der Kreishandwerkerschaft Osnabrück mit Ehrungen, Geschäftsführerwahl und politischem Impulsvortrag von Wirtschaftsminister Tonne

Die Herbstdelegiertenversammlung der Kreishandwerkerschaft Osnabrück fand am Montag, 24. November 2025 im „Haus der Innungen“ statt. Kreishandwerksmeister Siegward Schneider begrüßte die Delegierten sowie die Ehrengäste Andreas Nünemann und Kai Schaupmann von der Handwerkskammer Osnabrück-Emsland-Grafschaft Bentheim.

Auf der Tagesordnung standen zunächst ausgewählte Ehrungen: Mit der Obermeister- bzw. Obermeisterinnennadel begrüßte Schneider Dirk Barkhüser (Innung Sanitär-, Heizungs-, Klima- und Klempnertechnik Osnabrück-Stadt) sowie Melanie Finck (Friseur-Innung Bersenbrück) offiziell in der Runde. Eine besondere Würdigung erhielt Hans-Heinrich Kolkmeyer für sein jahrzehntelanges ehrenamtliches Engagement: Seit 1987 in Obermeisterfunktionen und 30 Jahre Sachverständiger der Handwerkskammer, hat er die Innung für Uhren, Schmuck und Zeitmesstechnik über viele Jahre geprägt. Schneider sprach ihm ausdrücklich Dank und Anerkennung aus.

Ebenfalls entschieden wurde die Neubesetzung der stellvertretenden Leitungsebene der Geschäftsführung. Die Delegierten wählten Assessorin Kerstin Karafa einstimmig zur neuen Geschäftsführerin der Kreishandwerkerschaft. Sie übernimmt ab dem 1. Januar 2026 die Vertretung der Hauptgeschäftsführung.

Nach einer gemeinsamen Mittagspause folgte der zentrale Programmpunkt der Versammlung: der Impulsvortrag von Niedersachsens Wirtschaftsminister Grant Hendrik Tonne. Unter dem Titel „Impulse der niedersächsischen Landesregierung zur wirtschaftlichen Stärkung des selbstständigen Handwerks in Niedersachsen“ sprach Tonne über aktuelle Herausforderungen und politische Maßnahmen, die das Handwerk betreffen.

Tonne stellte gleich zu Beginn klar, dass das Handwerk für ihn das Rückgrat der mittelständischen Wirtschaft sei – „und das auch bleiben werde“. Er würdigte das Ehrenamt im Handwerk als Vorbild für andere gesellschaftliche Bereiche und hob den konstruktiven und verlässlichen Austausch innerhalb der handwerklichen Organisationen hervor.

Ein Schwerpunkt seines Vortrags war die berufliche Bildung. Die duale Ausbildung im Handwerk genieße eine herausragende Qualität, werde aber gesellschaftlich noch immer unterschätzt. Es sei dringend notwendig, Eltern stärker zu erreichen und in der Berufsorientierung an allen Schulformen Ausbildung und Studium gleichwertig darzustellen. Nur so könne man langfristig dem Fachkräftemangel begegnen.

Ein weiteres zentrales Thema war der Bürokratieabbau. Niedersachsen wolle hier weiterhin vorangehen – unter anderem durch Anpassungen der Bauordnung – um Verfahren zu beschleunigen und Betrieben spürbare Erleichterungen zu verschaffen. Tonne sprach außerdem über geplante Investitionen, insbesondere im Bereich Infrastruktur. Diese müssten durch geeignete rechtliche Rahmenbedingungen flankiert werden, die als „Knotenlöser“ wirken und Innovations- sowie Entscheidungsprozesse vereinfachen.

In der anschließenden Diskussion nutzten die Delegierten intensiv die Gelegenheit, konkrete Herausforderungen aus ihren Gewerken zu schildern. Der Austausch war offen, sachlich und perspektivreich – ganz im Sinne der partnerschaftlichen Zusammenarbeit, die der Minister zuvor betont hatte. Abschließend trug sich Tonne in das Goldene Buch der Kreishandwerkerschaft ein.

 

 

 

Bildquelle: Yvonne Hemme

 

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